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Patienteninformation

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Glaukom (Grüner Star)

Glaukom (Grüner Star)

Was ist ein Glaukom?


Glaukome sind eine Gruppe von Augenerkrankung, die, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden, zur Zerstörung des Sehnervs führen. Das chronische Glaukom verläuft meist symptomlos. Wenn dem Betroffenen Gesichtsfeldausfälle auffallen, ist die Schädigung der Sehnerven bereits weit fortgeschritten.

Durch die Glaukom-Vorsorge-Untersuchung beim Augenarzt können schwere irreperable Gaukomschäden vermieden werden
(s. a. unter Leistungsspektrum / Glaukomdiagnostik)

Glaukomformen:


Das Offenwinkelglaukom stellt die häufigste Glaukomform dar. Beim Normaldruckglaukom spielen vor allem Kreislaufparameter eine wichtige Rolle . Beim Winkelblockglaukom steigt der Augendruck akut drastisch an. Diese Glaukomform stellt auch eine Ausnahme beim Glaukom dar, da es extreme Schmerzen und Rötung verursacht. Dies ist der Sonderfall unter den Glaukomformen, da diese in der Regel schleichend verlaufen und meist ohne Beschwerden. Embryonale Fehlentwicklungen können zum selten angeborenen Glaukom führen. Ein Sekundärglaukom kann als Folge von schweren Entzündungen, nach Verletzungen, Gefäßverschlüssen oder diabetischen Augenveränderungen auftreten. Da das Offenwinkelglaukom zusammen mit dem Normaldruckglaukom 90 Prozent aller Glaukome ausmacht, werden wir nun im Folgenden von diesen beiden Glaukomformen berichten.

Was geschieht im Auge beim Glaukom?


Durch das Missverhältnis zwischen Augeninnendruck und der Durchblutung im Sehnerven kommt es zum Absterben der Nervenfasern. Die reguläre Funktion dieser Nervenfasern ist es die von den Rezeptorzellen der Netzhaut aufgenommenen Seheindrücke zu bündeln und über den Sehnerv zum Sehzentrum im Gehirn weiterzuleiten.

Früher wurde ein über 22 mmHg gemessener Augendruck gleichgesetzt mit einer Glaukomerkrankung. Heutzutage weiß man ,dass die Wahrscheinlichkeit an einem Glaukom zu erkranken mit der Höhe des Augeninnendrucks korreliert, aber nicht jeder Patient mit einem Augeninnendruck über 22 mmHg auch gleichzeitig an einem Glaukom erkrankt ist.

Andererseits haben Patienten mit Normaldruckglaukom keine erhöhten Augendruckwerte.
Entscheidend dafür ob ein Glaukom vorliegt ist in Kombination mit den Augendruckwerten der Befund der Sehnerven, den der Augenarzt bei der Glaukom-Vorsorge-Untersuchung erhebt.

Als dritte Komponente in der klassischen Glaukomdiagnostik wird neben der Augeninnendruckmessung und ophthalmoskopischen Sehnervbeurteilung bei auffälligen Befunden eine Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) durchgeführt. Durch diese Untersuchung kann man Funktionsausfälle des Sehnerven erkennen. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass die ersten nachweisbaren Gesichtsfeldausfälle meist erst viele Jahre nach dem Beginn des Glaukoms auftreten und dann schon irreparable Sehnervenschäden vorliegen.

Innovative diagnostische Methoden erlauben darüber hinaus eine genaue Analyse des Sehnervenkopfes und der eventuellen bestehenden glaukomatösen Schädigungen. So wird bei der Laser Scanning Tomographie mit dem HRT II ein dreidimensionales Bild der Papille erstellt und von einem Computer ausgewertet. Diese Untersuchung entdeckt wesentlich genauer und bereits in einem viel früheren Stadium vorhandene Glaukomschäden, als es noch bis vor kurzem mit der ophthalmoskopischen Untersuchung des Sehnerven und mit der Gesichtsfelduntersuchung möglich war.

Siehe dazu auch: Leistungsspektrum / Glaukomdiagnostik.

 

Was ist ein Normaldruckglaukom?

 

Bei einem Normaldruckglaukom misst man bei dem Patienten einen "normalen" Augeninnendruck unter 21mmHg, dennoch erkennt man bei der Untersuchung des Sehnervenkopfes einen Verlust von Nervenfasern. Ursache hierfür ist eine vaskuläre Dysregulation, dies bedeutet eine nicht ausreichende Blutzufuhr im Sehnervenkopf. Nach dem gegenwärtigen Wissensstand ist nicht nur das Auge krank, sondern das allgemeine Gefäßsystem und die Kreislaufregulation. Bei diesen an Normaldruckglaukom erkrankten Patienten treten auch gehäuft auf:

Durchblutungsstörungen, Tinnitus, seltener klinisch stumme an Mini-Herzinfarkt erinnernde Veränderungen im EKG und gelegentlich auch minderdurchblutete Areale im Gehirn. Wichtig ist auch beim Normaldruck-Glaukom-Patienten die frühstmögliche Diagosestellung, bei der die Untersuchung mit dem HRT II eine wesentliche Rolle spielt.

Was ist eine okuläre Hypertension?

 

Bei diesen Patienten besteht ein erhöhter Augeninnendruck über 22 mmHg ohne dass es zu einem Schaden an den Sehnervenfasern gekommen ist. Allerdings geht bei einem großen Teil der Patienten die okuläre Hypertension früher oder später in ein therapiebedürftiges Glaukom über. Daher sollten die Patienten mit okulärer Hypertension sich regelmäßig einer Sehnervenuntersuchung unterziehen, entweder mit der klassischen ophthalmoskopischen Methode oder mit der modernen und genaueren HRT II Untersuchung.

So gelingt es den Zeitpunkt, ab dem eine Glaukom-Therapie notwendig ist, frühstmöglich zu erfassen ohne dass bereits schwerwiegende Glaukomschäden vorliegen.

Glaukomhäufigkeit und Risikofaktoren

 

In Deutschland haben etwa 3 Millionen Menschen einen zu hohen Augeninnendruck und rund 800.000 Menschen sind an einem Glaukom erkrankt. Die Häufigkeit des Glaukoms steigt mit zunehmenden Lebensalter: bei den über 40jährigen liegt die Häufigkeit um 2 Prozent, bei den über 75jährigen zwischen 7 und 8 Prozent. Weitere Risikofaktoren bestehen durch familiäre Glaukombelastung in der Verwandtschaft ersten Grades, Kurzsichtigkeit ab minus 5 Dioptrien und afrikanischer Herkunft.

Auf die Entstehung des Glaukoms haben nach heutigen Kenntnissen keinen Einfluss Ernährung oder Lebensgewohnheiten. Nikotin-Konsum wirkt sich bei bestehendem Glaukom negativ aus. Diabetiker können bei fortgeschrittener diabetischer Retinopathie ein Sekundärglaukom entwickeln.

Erkennen eines Glaukoms

  • Augeninnendruckmessung
  • Sehnervenuntersuchung durch Netzhautspiegelung
  • Sehnervenuntersuchung durch HRT II
  • Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)
  • Pachymetrie (Hornhautdickenmessung)

näheres unter Leistungsspektrum / Glaukomdiagnostik

 

Diese häufigen Glaukomformen sind ausschließlich nur vom Augenarzt zu diagnostizieren.

In Deutschland werden die Kosten der Glaukomvorsorge und ebenso die exakteren neuen Diagnoseverfahren nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. So dass die Patienten selbst entscheiden müssen ob sie diese wichtigen Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen möchten.

 

Behandlungsmöglichkeiten eines erkannten Glaukoms

 

Bei dem weitaus größten Teil der Glaukompatienten kann problemlos mit Glaukom-Augentropfen der glaukomatöse Sehnervenfaserverlust jahrzehntelang gestoppt werden und eine Verschlechterung verhindert werden. Häufiger wirken früher oder später die Glaukomtropfen nicht mehr ausreichend drucksenkend,und es müssen stärkere Glaukomtropfen eingesetzt werden.

Nur bei sehr wenigen Glaukompatienten sind irgendwann einmal alle möglichen Glaukomtropfen nicht mehr ausreichend wirksam. Bei diesen Glaukompatienten wird dann eine laserchirurgische oder operative Therapie des Glaukoms nötig. Die drucksenkende Wirkung einer Glaukomoperation kann jahrzehntelang ausreichend wirksam sein. Möglicherweise kann aber auch nach einer unterschiedlich langen Zeit die Augendrucksenkende Wirkung der Glaukomoperation nachlassen und eine erneute Glaukomoperation kann in diesen Fällen erforderlich werden.

Prognose für das Sehvermögen und das Gesichtsfeld bei Glaukompatienten:

 

In der Regel sind zum Zeitpunkt der Glaukomdiagnose bestehende Sehnerven- und Gesichtsfeldschäden nur geringfügig oder gar nicht mehr zu beheben. Ziel der Glaukomtherapie ist es das vorhandene Sehvermögen und Gesichtsfeld zu erhalten. Dabei sind die Aussichten dafür umso besser, je früher ein Glaukom erkannt wird und je geringer die bestehenden Schäden sind.

Außerdem spielt dabei auch die Herz -Kreislauf -Situation des Patienten eine nicht zu unterschätzende Rolle und eine diesbezügliche Optimierung ist im Interesse des Patienten erstrebenswert.

Katarakt

Katarakt

Katarakt (Grauer Star)

Als Katarakt wird eine Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse bezeichnet. Der Patient bemerkt eine Verschlechterung der Sehschärfe, er sieht wie durch einen Schleier. Auch fällt dem Betroffenen eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit auf. Die häufigste Form des Katarakts ist die altersbedingte Linseneintrübung. Es gibt daneben noch die seltenen Kataraktformen wie angeborene, Cortisoninduzierte , verletzungsbedingte oder durch Stoffwechselerkrankungen verursachte Linsentrübungen.

Behandlung des grauen Stars

Einzige Behandlungsmöglichkeit beim Katarakt ist die Operation der getrübten Linse.

Bei der Operation in lokaler Betäubung wird über einen sehr kleinen (3mm) Schnitt die Augenvorderkammer eröffnet und der

Linsenkern mit Ultraschall verflüssigt und anschließend zusammen mit der Linsenrinde abgesaugt. Die den Linsenkern umhüllende Kapsel wird intakt gelassen.

Durch diesen Schnitt wird eine gefaltete Kunstlinse in den leeren Kapselsack eingebracht.

Diese Operation wird heutzutage in der Regel ambulant durchgeführt. An den nächsten darauf folgenden Tagen muß das Auge jedoch vom Augenarzt kontrolliert werden. In den nächsten Wochen müssen regelmäßig Augentropfen appliziert werden.

Ca. 8 Wochen nach der Operation des zweiten Auges kann dann eine Brille, meist nur zum Lesen verschrieben werden.

Bei Patienten bei denen vor der Kataraktoperation eine höhere Hornhautverkrümmung eine Brillenkorrektur erforderte, wird durch die Operation der Katarakt die Hornhautverkrümmung nicht berührt. Nach der Kataraktoperation ist bei diesen Patienten auch weiterhin eine Brillenkorrektur erforderlich.

Zeitpunkt für eine Kataraktoperation

In der Regel ist beim normalen Grauen Star keine Eile geboten. Der Zeitpunkt für die Operation wird vom Patienten mitentschieden. Er hängt wesentlich von der subjektiven Beeinträchtigung des Patienten ab. Kommt der Patient mit seiner Sehschärfe noch zurecht, kann man noch zuwarten, es sei denn, er ist Autofahrer, und die Sehkraft ist für die Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr ausreichend. Auch berufliche Anforderungen an das Sehvermögen werden in die Entscheidung wann operiert werden soll einbezogen. Sollte jedoch die Trübung zu ausgeprägt sein, man spricht von einem prämaturen oder maturen Katarakt, sollte frühzeitig operiert werden um Komplikationen (Augeninnendruckanstieg) zu vermeiden und weiterhin einen Einblick auf die Netzhaut zu ermöglichen. Die Komplikationsrate für eine Kataraktoperation ist heutzutage äußerst gering. 90% der Patienten können nach der Operation besser sehen.

Allerdings gibt es auch Patienten, denen man von einer solchen Operation abraten sollte. Wenn zum Beispiel bei der routinemäßigen Netzhautkontrolle vor Operation schwere Durchblutungsstörungen im Bereich der Makula (Stelle des schärfsten Sehens) diagnostiziert werden. Dann sollte man abwägen, ob die Sehverschlechterung mehr durch die Linsentrübung oder durch die Makuladegeneration hervorgerufen wird und im letzteren Fall zu diesem Zeitpunkt die Operation nicht durchführen, da der Patient keine wesentliche Sehverbesserung durch die Operation erfährt.

Weitere Prognose für das Sehvermögen nach Kataraktoperation

Nach Wochen oder Monaten kann es zu einer erneuten allmählichen Verschlechterung der Sehschärfe kommen, ähnlich wie vor der Operation. Dies kommt durch die Eintrübung der hinteren Linsenkapsel zustande. Dieser so genannte Nachstar lässt sich mit minimalem Risiko und ohne Schmerzen mit einem YAG-Laser beseitigen. (Leistungsspektrum / Laserchirurgie)

Makuladegeneration (AMD)

Makuladegeneration (AMD)

 

Die Makula lutea entspricht dem Punkt des schärfsten Sehens und ist entscheidend für wesentliche Sehfunktionen wie z.B. das Unterscheiden von Farben und vor allem für die Sehschärfe und damit die Fähigkeit zum Lesen, Erkennen von Gesichtern und feinen Einzelheiten.

Mit der übrigen Netzhaut nehmen wir nur Umrisse und Hell-Dunkel-Kontraste wahr.

Die altersabhängige Makuladegeneration ist in Deutschland die häufigste
Ursache für eine stärkere Sehminderung bei den über 50-jährigen Menschen.
Aufgrund der steigenden Lebenserwartung kommt es, dass die Häufigkeit der AMD zugenommen hat und weiter zunimmt. Es wird postuliert, dass jeder, wenn er nur ein ausreichend hohes Lebensalter erreicht hat , an einer Makuladegeneration erkranken kann.


Ursächlich für die Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration sind verschiedene exogene und endogene Risikofaktoren einschließlich einer erblichen Disposition. Als Risikofaktoren für die Entstehung einer AMD gelten :
Rauchen, Bluthochdruck, starkes Sonnenlicht, weibliches Geschlecht, blaue Augen, familiäre Disposition und unausgewogene Ernährung. Diese genetischen und Umweltfaktoren beeinflussen den Zeitpunkt des Auftretens der AMD.


Am Anfang der altersbedingten Makuladegeneration steht die Jahrzehntelange Bildung von Drusen in der Makula. Diese Drusen sind winzige goldgelbe tröpfchenförmige Ablagerungen von Stoffwechselschlacken im Bereich der äußeren Netzhaut  in der Makularegion.
Im Laufe der Jahre nehmen diese Drusen an Größe und Anzahl langsam zu.
In diesem Stadium der AMD ist die Sehschärfe meistens noch nicht beeinträchtigt.

Im weiteren Verlauf fließen die einzelnen Drusen mit anderen Drusen zusammen und bilden flächige Ablagerungen.

Die altersbedingte Makuladegeneration kann sich dann im weiteren Verlauf in sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen manifestieren.

Anzeichen der AMD

Der Patient sieht verzerrt  (= Metamorphopsien ) oder hat Ausfälle (Skotome) im zentralen Gesichtsfeld und die Sehschärfe nimmt langsam schleichend ab.

Im typischen Fall beobachtet der Erkrankte beim Lesen von Text unscharfe Stellen einzelner Buchstaben, später Fehlen ganzer Buchstaben und schließlich Fehlen ganzer Wörter.

Diese zentrale Unschärfezone vergrößert sich langsam über die Jahre bis nur noch das äußere Gesichtsfeld übrig ist. Betroffene können so  Umrisse noch erkennen und sich  weitgehend orientieren ohne aber Details wahrnehmen zu können.

Bei den allermeisten AMD- Patienten verläuft das Fortschreiten der Verschlechterung an beiden Augen zeitlich versetzt. Das hat zur Folge , dass die meisten Patienten wenn ein Auge an AMD erblindet ist , mit dem zweiten Auge noch circa 15- bis 25 Jahre lesen können und damit im täglichen Leben weiter gut zurechtkommen.

Selbstuntersuchung mit dem Amsler-Netz

 



 

  • Setzen Sie Ihre Lesebrille auf
  • Decken Sie ein Auge ab
  • Schauen Sie direkt auf den kleinen schwarzen Punkt im Zentrum des Gitternetzes  
  • Während Sie auf den schwarzen Punkt im Zentrum des Gitternetzes  schauen,achten Sie darauf, ob in den  inneren 4 Kästchen um den schwarzen Punkt herum alle Linien des Netzes gerade sind , oder ob sie in bestimmten Bereichen verzerrt, verschwommen oder unscharf sind
  • Wiederholen Sie diese Kontrolluntersuchung  mit dem Partnerauge
  • Erscheinen Linien krumm oder Quadrate verbogen, kommen Sie bitte zur augenärztlichen Untersuchung und schildern uns Ihre Beschwerden.
  • Bitte kommen Sie dann ohne Auto, Fahrrad, Motorrad zu uns, da im Zuge einer Netzhautuntersuchung die Pupille weitgetropft werden muss.
  • Sie sind danach für einige Stunden nicht mehr fahrtauglich!

 

Formen der altersabhängigen Makuladegeneration:

Trockene AMD


Es wird ein Früh- und Spätstadium der trockenen AMD unterschieden.
Das Frühstadium der trockenen AMD wird bei der augenärztlichen Netzhautuntersuchung entdeckt. Man erkennt im Bereich der Makula feinkörnelige gelbliche Ablagerungen sogenannte Drusen. In diesem Stadium bemerkt der Patient kaum eine Sehschärfenbeeinträchtigung. Manchmal wird lediglich berichtet, dass Farben blasser erscheinen.
Im Spätstadium der AMD gehen Sinneszellen zugrunde und das Sehen verschlechtert sich erheblich. Bei  der  trockenen  AMD  verschlechtert  sich  das  Sehvermögen  deutlich langsamer  als  bei  der  feuchten  AMD .


Feuchte AMD


Bei einem geringen Anteil der Patienten mit trockener Makuladegeneration kann diese in eine feuchte AMD übergehen. Dabei wachsen neugebildete Blutgefäße als Reaktion auf die mit den Drusen verbundene Versorgungsstörung unter die Netzhaut.  Die Gefäßwände dieser schnell wachsenden Blutgefäße sind verdünnt und durchlässig, wodurch es zu einem Austritt von Blutflüssigkeit und Blut kommt. Das kann  im Bereich der Makula zu einer Anschwellung der Netzhaut  (= Makulaödem )  oder  zu  unter  der  Netzhaut  gelegenen  Blutungen  führen.
Aus diesen Veränderungen können  Narbenbildung in der Netzhautmitte  und ein Untergang der Sehzellen resultieren. Bei der feuchten AMD gibt es verschiedene Unterformen mit unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten.
Im Gegensatz zur trockenen AMD kann die feuchte Form rasch voranschreiten und es kann relativ schnell ein Verlust der zentralen Sehschärfe eintreten.


Möglichkeiten der Prophylaxe der altersabhängigen Makuladegeneration:

Wichtig ist eine optimale Blutdruckeinstellung, Rauchen sollte vermieden werden. Bei besonders starker UV-Strahlung in den Bergen oder am Meer ist das Tragen einer Sonnenbrille sinnvoll. Es hat sich gezeigt, dass Personen, die an einem anti-oxidativen Mineralstoffmangel leiden, ein erhöhtes Risiko für eine AMD aufzeigen. Daher wird die positive Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln diskutiert. Schon einer ausgewogenen Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse misst man eine schützende Funktion bei. So enthalten beispielsweise grünblättrige Gemüse wie Broccoli oder Mais den Wirkstoff Lutein, der als gelbes Pigment in der Makula vorkommt und diese gegen oxidative Schäden schützt. In einer groß angelegten Studie, der Age-Related Eye Disease Study ( = AREDS –  Studie  )  wurde festgestellt , dass die Einnahme von antioxidativen Vitaminen in hoher Dosierung, allerdings nur bei ganz bestimmten Formen der AMD sinnvoll sein kann, um damit das Auftreten der Spätform hinauszuzögern.
Für folgende Mengen an Vitaminen und Spurenelementen (tägliche Dosis) wurde der o.g. Effekt gezeigt: Vitamin C 500mg, Vitamin E 400 I.E., Beta-Carotin 15mg, Zink 80mg
Raucher sollten diese Therapie nicht durchführen, da Beta-Carotin bei ihnen einen nachteiligen Effekt bezüglich Lungenfolgeerkrankungen hat. Für diese Patientengruppe gibt es andere Therapieempfehlungen. Nach einer Augenuntersuchung können wir Ihnen sagen, ob für Sie eine solche Einnahme von Nahrungsergänzungssubstanzen sinnvoll ist.


Behandlungsmöglichkeiten bei AMD


Eine Heilung dieser Erkrankung gibt es bis heute nicht. Es gibt jedoch Behandlungsverfahren, mit denen der Krankheitsprozess aufgehalten oder mindestens verlangsamt werden kann.


Laserbehandlung


In Frühstadien der feuchten Makuladegeneration kann eine Behandlung mit dem Laserstrahl sinnvoll sein. Mit dem Laserstrahl werden dabei neu aussprossende und undichte Gefäße verödet. Dabei hat sich gezeigt, dass bei zunächst erfolgreicher Laserkoagulation im weiteren Verlauf wieder neue abnormale Gefäße nachwachsen können.


Photodynamische Therapie (PDT)


Durch eine intravenöse Injektion werden durch eine Substanz die bei der AMD vorhandenen Gefäßwucherungen für den Laserstrahl empfindlicher gemacht. Damit können die abnormen Gefäße auch unter der Makula behandelt werden. Es kommen jedoch nur ganz bestimmte Gefäßneubildung für diese Erkrankung in Frage. Diese Therapie macht jedoch nur Sinn in einem relativ frühen Stadium der feuchten AMD. Sind schon Vernarbungen entstanden, zeigt die PDT keine Wirkung. Die PDT-Behandlung muss meist mehrfach erfolgen, da sich die Gefäße nicht mit einer einzigen Therapie verschließen lassen.

Durch die neuen intravitrealen Behandlungsverfahren der ( = IVOM ) wird sie zur Zeit nur noch in Einzelfällen angewandt.  

Intravitreale operative Medikamenteneingabe (= IVOM )


Die intravitreale Injektion von VEGF- Inhibitoren ist gegenwärtig national und  international  bei  feuchter  AMD   die  Standardtherapie.
Dabei wird in lokaler Betäubung des Auges unter sterilen Bedingungen im Operationssaal ein VEGF-Inhibitor-Medikament in den Glaskörper (= intravitreal ) des Auges mit der feuchten AMD gespritzt. Ein VEGF-Inhibitor-Medikament bewirkt im besten Fall eine Heilung der feuchten AMD durch eine Vernarbung der neugebildeten subretinalen Gefäße .
Im Moment werden als Starttherapie 3 Spritzen in monatlichem Abstand verabreicht.
Weitere Spritzen erfolgen danach im Abstand von 4 bis 10 Wochen in Abhängigkeit
vom Augenbefund zum Beispiel bei Ödemzunahme oder Abnahme der Sehschärfe.
Diese Spritzentherapie kann  über den Zeitraum von einigen Jahren erfolgen.
Eine Beendigung dieser Spritzentherapie erfolgt im Allgemeinen , wenn die Sehschärfe unter 0,05 absinkt oder ausgedehnte Vernarbungen unter der Netzhaut vorliegen.

Makulachirurgie


Bei ausgedehnten plötzlich aufgetretenen Blutungen unter der Makula kann chirurgisch oftmals eine Sehverbesserung erzielt werden. Auch Netzhautdrehungen mit Verlagerungen der Makula können in manchen Fällen an darauf spezialisierten Retinologischen Op-Zentren durchgeführt werden.

Andere Behandlungsansätze


Für Therapieverfahren wie die Strahlentherapie, Blutwäsche (Rheopherese), Transplantation von Netzhautzellen gibt es bislang keine Langzeitstudien. Heilmethoden, die im Falle der AMD nicht helfen sind Infusionsbehandlungen und Sauerstofftherapie.

Andere Hilfsmöglichkeiten  bei AMD


Falls eine Behandlung der Makuladegeneration  mit  Intravitrealer operativer Medikamenteneingabe ( = IVOM ) , Laser, PDT oder Chirurgie nicht möglich ist bzw. keine Verbesserung der Sehschärfe erbracht hat, kann den Patienten häufig mit vergrößernden Sehhilfen geholfen werden.
Es handelt sich dabei um optische und elektronische Hilfsmittel, mit denen auch bei fortgeschrittener AMD - Erkrankung das Lesen wieder durch entsprechende Vergrößerung möglich werden kann.

Diabetische Retinopathie

Diabetische Retinopathie

Bedeutung der diabetischen Retinopathie


Etwa 4% der Bevölkerung in Deutschland leiden an Diabetes mellitus. Die diabetische Retinopathie ist der häufigste Grund für eine Erblindung im Alter zwischen 20 und 65 Jahren in den Industrienationen. Die Häufigkeit einer diabetischen Retinopathie ist bei Typ 1 (insulinabhängiger juveniler Diabetes) doppelt so hoch (40%) wie beim Typ 2 Diabetes (20%).

 

 

   

Risikofaktoren für eine diabetische Retinopathie

  1. Die Dauer der Diabetes-Erkrankung

    ist der wichtigste Risikofaktor für die diabetische Retinopathie. Bei Patienten, bei denen vor dem 30. Lebensjahr ein Diabetes diagnostiziert wird, beträgt die Inzidenz einer diabetischen Retinopathie nach 10 Jahren: 50%, nach 30 Jahren: 90%. 5% der insulinabhängigen Diabetiker weisen schon innerhalb der ersten 5 Jahre diabetische Netzhautveränderungen auf.
  2. Blutzuckereinstellung

    Eine gute metabolische Kontrolle des Diabetes mellitus verhindert die diabetische Retinopathie zwar nicht, kann jedoch ihre Entwicklung um viele Jahre hinauszögern.
    So bewies die DCCT-Studie bei Typ1-Diabetikern, dass eine normoglykämische Blutzuckereinstellung das Retinopathie-Risiko um 76 % senkt und das Risiko der Progression einer bestehenden Retinopathie um 54 %.
    Für den Typ2-Diabetiker ließ sich durch die UKPDS-Studie (= United kingdom prospective diabetic study) ein ähnlicher Therapieerfolg nachweisen.
    Unabhängig vom Diabetes-Typ wird heutzutage ein HbA1c von unter 6,5 % angestrebt.
  3. Blutdruckeinstellung

    Die UKPDS-Studie wies auch nach, dass der optimalen Blutdruckeinstellung ein fast genauso hoher Stellenwert wie der Blutzuckereinstellung zukommt. Die Risikoreduktion ist sogar deutlich höher als bei normentsprechender Zuckereinstellung. Das Therapieziel für den Blutdruck liegt bei 130/80 mm Hg bis - falls es vertragen wird - 120/80 mm Hg.
  4. Erkrankungen des Herzens und Nierenfunktionseinschränkungen

    Dadurch bedingte generalisierte Flüssigkeitsansammlungen z.B. bei Herzinsuffizienz verstärken das Risiko eine diabetischen Makulopathie mit dadurch bedingtem starken Visusabfall zu entwickeln. Therapieziel: Optimierung der Herz-Kreislauf- und der Nierenfunktion.
  5. Hormone und Wachstumsfaktoren

    Jugendliche nach der Pubertät haben eine höhere Wahrscheinlichkeit eine diabetischen Retinopathie zu entwickeln als präpubertäre Kinder.
    Eine Schwangerschaft kann zur Progression der diabetischen Retinopathie führen.


Entstehung der diabetischen Retinopathie


Durch den Diabetes mellitus entstehen Gefäßveränderungen an der Netzhaut, die einerseits zu Verschlüssen der Gefäße und damit zu einer Mangelversorgung der Sehzellen, andererseits zu Veränderungen an den Gefäßwänden führen, sodass Flüssigkeit aus den Gefäßen in das benachbarte Gewebe austritt.

Formen der diabetischen Retinopathie:

 

Die nicht-proliferative diabetische Retinopathie

Hier beschränken sich die Gefäßveränderungen auf die Netzhaut.  Es kommt z.B. zu Blutungen, Aussackungen der Kapillarwände (= Mikroaneurysmen ), Ablagerungen (harte Exsudate) und Veränderungen der Venen. Zu diesem Zeitpunkt bemerkt der Patient häufig noch keine Beeinträchtigung seiner Sehkraft.

Die proliferative diabetische Retinopathie

Schreitet die Krankheit fort, bilden sich krankhafte neue Gefäße, die aus der Netzhaut in den Glaskörper wuchern. In diesem Stadium der diabetischen Retinopathie ist das Sehvermögen stark gefährdet. Aus den krankhaften Gefäßwucherungen kann es zu Einblutungen in den Glaskörper kommen, die das Sehen stark beeinträchtigen. Gleichzeitig können die neuen Gefäße die Netzhaut wie "Zugseile" von ihrer Unterlage, der sie ernährenden Aderhaut, ablösen.

Die diabetische Makulopathie

Je schlechter HbA1c , diastolischer Blutdruck und Blutfettwerte sind , umso häufiger tritt eine diabetische Makulopathie auf.

Eine diabetische Makulopathie kann sowohl im Rahmen einer nichtproliferativen wie auch bei einer proliferativen diabetischen Retinopathie auftreten. Dabei werden die Wände der Adern der Netzhautmitte durchlässig, und es kommt zu einem Ödem (= Gewebeflüssigkeits-ansammlung ) in der Makula. In diesem Fall ist die Stelle des schärfsten Sehens (Makula) in der Mitte der Netzhaut durch eine Zerstörung der zentralen Sehzellen bedroht.

Bei schlecht eingestellten Diabetikern kann die diabetische Makulopathie häufig schon in einem frühen Krankheitsstadium zu einer massiven Sehschärfenminderung führen.


Eine Sonderform der diabetischen Makulopathie bildet die ischämische Makulopathie.  
Hierbei verschließen sich die Adern in der Umgebung der Makula. Eine Flüssigkeits-ansammlung in der Makula fehlt.  Für die ischämische diabetische Makulopathie gibt es derzeit keine wirksame Behandlungsmöglichkeit.

Diagnosesstellung


Bei Diabetes-Patienten sollten regelmäßige augenärztliche Untersuchungen stattfinden. Die Untersuchungsabstände richten sich nach den Risikofaktoren und dem Schweregrad der diabetischen Netzhautveränderungen. Bei den Kontrolluntersuchungen wird neben den routinemäßigen Untersuchsmethoden vor allem größter Wert auf die Netzhautspiegelung gelegt um so rechtzeitig diabetische Veränderungen festzustellen und falls erforderlich durch Lasertherapie zu behandeln. Der behandelnde Hausarzt und oder Diabetologe erhält von dieser Untersuchung einen Befundbericht um seinerseits ggf. bei einer Verschlechterung der Augenbefunde  nochmals die Blutzuckereinstellung seiner Patienten zu optimieren.
Denn neben der augenärztlichen Behandlung sollte eine konstant und dauerhaft gute Blutzucker- und Blutdruckeinstellung selbstverständlich sein. Sie sind die besten Garanten, um das Entstehen einer diabetischen Retinopathie zu verhindern, bzw. das Fortschreiten der diabetischen Netzhautveränderungen zu verlangsamen bzw zu unterbinden.

Behandlungsmethoden

1.    Lasertherapie

Ist die diabetische Retinopathie noch nicht allzu weit fortgeschritten, kann heute durch die Laserbehandlung der Netzhaut ein weiteres Fortschreiten der Gefäßveränderungen verhindert werden.  Die Laserbehandlung erfolgt in Tropfbetäubung und ambulant. Je früher Gefäßveränderungen durch den Augenarzt erkannt und behandelt werden, umso sanfter kann die Behandlung sein, und umso besser sind die Ergebnisse.

2.    Operation

Bei schwerwiegenderen Veränderungen wie Einblutungen in den Glaskörper und diabetesbedingten Netzhautablösungen können durch die Netzhaut-Glaskörper-Chirurgie mit einer aufwendigen Operation (=Vitrektomie) diese Augen meist noch vor der völligen Erblindung bewahrt werden.

3.    Intravitreale Medikamentenapplikation

Bei ausgeprägten diabetischen Veränderung im Bereich der Makula (= diffuses diabetisches Makulaödem) und bei Proliferationen können Medikamente wie Kortikoide , VEGF-Hemmstoffe in das Auge gespritzt werden. Die Resultate der zusätzlichen Laser-und oder operative Therapie werden dadurch unterstützt.

Schlusswort


Die diabetische Retinopathie und Makulopathie sind die wichtigsten Diabetes- Schäden im Auge. Ursächlich für dies Schäden sind neben einer Störung der Blut-Netzhaut-Schranke, Gefäßveränderungen sowie Veränderungen des Blutstroms durch den Diabetes.                                   
Ein erhöhter Blutdruck wirkt beschleunigend auf die diabetischen Veränderungen.             
Die wichtigsten präventiven Maßnahmen sind eine optimale Blutglucosekontrolle    ( HbA1c unter 6,5% ) und eine möglichst optimale Blutdruckeinstellung vom ersten Erkrankungstag an. Vom Entdeckungstag des Diabetes an und im späteren Verlauf sind engmaschige augenärztliche Kontrollen mit Kontrolle des Netzhautbefundes extrem wichtig.
Die diabetische Retinopathie verläuft jahrelang symptomlos, kann aber bereits zu diesem Zeitpunkt Lasertherapiebedürftig sein. Eine rechtzeitige Laserbehandlung kann das Risiko eines stärkeren Visusverlustes nachweislich deutlich reduzieren.

Konjunktivitis (Bindehautentzündung)

Konjunktivitis (Bindehautentzündung)

Die Bindehaut reagiert auf einen Entzündungsreiz mit vermehrter Blutfülle (rotes Auge) sowie mit Absonderungen von Eiweißstoffen und weißen Blutkörperchen aus den Gefäßen. Der auslösende Entzündungsreiz auf die Bindehaut bei der eigentlichen Konjunktivitis ist hauptsächlich durch die Umwelt bedingt; aber auch krankhafte Veränderungen im Auge selbst oder an den Lidern können zu einer Bindehautentzündung führen. Nur der Augenarzt kann die vergleichsweise harmlose Entzündungen, die sich auf die Bindehaut konzentrieren, von Rötungen der Bindehaut unterscheiden, die ein Warnzeichen für eine schwerwiegende Augenerkrankung sind.

Symptome


Die Patienten leiden meist unter Augenbrennen, Juckreiz oder Fremdkörpergefühl. Durch das abgesonderte Sekret auf der Hornhaut kommt es zum Teil zu vorübergehenden Beeinträchtigungen der Sehschärfe. Neben der meist mehr oder weniger auftretenden Rötung der Bindehaut kann es auch zu Schwellungen im Lidbereich und zum Verkleben der Lidränder kommen.

Formen der Konjunktivitis


Allergische Konjunktivitis


Zu den bekanntesten Formen allergischer Bindehautentzündung zählen Heuschnupfen-Konjunktivitis, Frühjahrs-Konjunktivitis und die Konjunktivitis bei endogenen Hautekzemen. In diesen Fällen handelt es sich um langwierige Entzündungen, die aber mit modernen Behandlungsmethoden sowie mit Disziplin und Konsequenz seitens des Patienten beherrscht werden können. Während bei der Heuschnupfen-Konjunktivitis die Zusammenarbeit mit einem Allergologen zur evtl. Desensibilisierung sinnvoll ist, hat eine solche Maßnahme bei der Frühjahrs-Konjunktivitis und bei der Konjunktivitis der Ekzematiker erfahrungsgemäß keine Erfolgsaussicht. Die Aufgabe des Augenarztes besteht bei diesen letztgenannten, eher chronischen Bindehautentzündungen darin, den Patienten mit einem Minimum an wirksamer Therapie beschwerdefrei zu halten, ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu riskieren. Der Patient sollte verstehen, dass es sich bei dieser Erkrankungsgruppe um sogenannte konstitutionelle Leiden handelt, die therapeutisch wirksam gemildert, aber nicht vollständig ausgeheilt werden können, da die Veranlagerung ererbt und unveränderlich ist.

Reizkonjunktivitis

 

Dies ist die häufigste Form der Bindehautentzündung. Die Ursachen können sein: mechanisch und physikalisch-chemisch: Rauch, Staub, Hitze, Kälte, Wind, UV-Licht oder Stellungsanomalien der Lider oder Wimpern. Ebenfalls können Störungen in der Zusammensetzung des Tränenfilms vorhanden sein, dessen Funktion es normalerweise ist die Augapfeloberfläche und damit auch die Bindehaut vor Umweltreizen zu schützen.

 

Infektiöse Konjunktivitis


durch Bakterien und Pilze
Akute Bindehautentzündungen durch Bakterien sind heute relativ selten geworden. Ihre Bekämpfung gelingt meist mit Breitband-Antibiotika-Augentropfen oder Salben. Eine Pilzinfektion vor allem an der Hornhaut tritt vermehrt nach Hornhautverletzungen mit pflanzlichen Material oder bei Patienten mit Immunsystemstörungen auf. Bei der chronisch verlaufenden Infektion mit Chlamydien - das sind sehr kleine Bakterien, die sich nicht nur in der Bindehaut sondern in allen Schleimhäuten aufhalten - muss nicht nur der Erkrankte, sondern auch sein Partner, zu dem er intime Kontakte pflegt, mitbehandelt werden, damit die Infektionskette unterbrochen wird. Die Therapie ist konsequent und über mindestens 3 Wochen durchzuführen, denn nur unter dieser Voraussetzung kann die chronische Bindehautentzündung mit den Riesenfollikeln (Ansammlung von weißen Blutkörperchen) abheilen. Dies ist wichtig, weil bei Verschleppen dieser Erkrankung Dauerschäden durch Narbenbildung an der Hornhaut und der Innenseite der Oberlider entstehen können. Bei Kontaktlinsenträgern mit ungenügender Reinigung der Kontaktlinsen kann eine Infektion mit Akanthamöben auftreten. Typische Symptome der Akanthamöbeninfektion sind Entzündungsinfiltrate und zentrale Geschwürbildungen an der Hornhaut sowie starke Schmerzen.

durch Viren
Die häufigeren viralen Bindehautenzündungen, von denen die meisten nach kurzer Zeit von allein heilen, treten oft in Verbindung mit "grippalen Infekten" und gleichzeitiger Reizung benachbarter Schleimhäute auf (Schnupfen, Husten). Bestimmte Erreger (Adenoviren) sind sehr stark ansteckend und können die Bindehaut und auch die Hornhaut befallen. Von diesen verschiedenen Erreger-Typen lösen einige eine epidemische Konjunktivitis aus. Charakteristisch für sie ist, dass der nasale Teil der Bindehaut am stärksten betroffen wird und vielfach dunkelrot verfärbt ist. Bindehautreizungen jucken, daher wischen und reiben die Patienten an ihren Augen und geben so die Virusinfektion an Familienmitglieder und Arbeitskollegen weiter. Wegen der großen Ansteckungsgefahr ist auf sorgfältige Hygiene zu achten, jeder körperliche Kontakt und natürlich auch das Benutzen gemeinsamer Handtücher etc. ist zu vermeiden. Eine Herpesinfektion, die hauptsächlich an der Hornhaut auftritt, zeigt jedoch häufig eine Begleitreaktion in Form einer Bindehautentzündung. Wichtig bei dieser für den Patienten nicht selbst von den anderen Bindehauterkrankungen zu unterscheidenden Erkrankung ist, dass im Anfangsstadium keinesfalls mit Cortisonhaltigen Augenmedikamenten selbst therapiert werden darf. Bei Masern, Röteln und Windpocken kommt es häufig als Mitreaktion auf die Viruserkrankung zu Entzündungen der Bindehaut.

Medikamentenbedingte Konjunktivitis


Manchmal kommt es unter einer Behandlung von Augenerkrankungen zur allergischen Reaktion auf bestimmte Inhaltsstoffe dieser Augentropfen, bzw. Augensalben. Hier hilft nur das Weglassen dieser Therapie. Dank der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Medikamente kann der Augenarzt meist ein Präparat verschreiben, das die gleiche Wirkung, aber eine für den Patienten besser verträgliche Zusammensetzung hat. Vermeidbar, und deshalb für Patient und Augenarzt ärgerlich, ist hingegen die Konjunktivitis, die durch längereren Gebrauch gefäßverengender Augentropfen verursacht wird. Sehr viele dieser, als Konjunktivitismittel rezeptfrei angebotenen Präparate, enthalten derartige Stoffe (Vasoconstrictiva). Zwar sind sie bei kurzfristiger Anwendung meist harmlos; benutzt man sie aber über längere Zeit, so kommt es nach Abklingen der gefäßverengenden Wirkung zu einer immer stärker werdenden reaktiven Durchblutungsfülle der Bindehautgefäße - also einer starken Rötung, die wiederum zu noch häufigerem Gebrauch solcher Tropfen verleitet. Diesem Teufelskreis entrinnt man nur durch konsequentes ersatzloses Weglassen aller gefäßverengender Mittel. Der Patient muß akzeptieren, daß die Bindehäute viele Wochen verstärkt gerötet bleiben, bis sich die Gefäße an den Entzug der Vasoconstrictiva gewöhnt haben und sich allmählich wieder normalisieren.

Konjunktivitis bei nicht ausreichende Korrektur der Sehschwäche


Es ist durchaus möglich, dass einem Patienten, der wegen einer hartnäckigen Lid- und Bindehautentzündung erstmals zum Augenarzt geht, kein Medikament, sondern eine Brille verordnet wird. Ohne es zu wissen, besteht bei ihm eine Fehlsichtigkeit, die ihm auf Dauer Schmerzen bereitete. Durch unwillkürliches Reiben und Wischen sorgt er selbst dafür, dass die Entzündung erst richtig aufflammt.

Schlussfolgerung


Augenmedikamente sollten grundsätzlich nicht ohne vorherige Augenbefundkontrolle durch den Augenarzt eingesetzt werden. Nicht ohne Risiken sind kortisonhaltige Mittel. Sie sind nicht ohne vorherige Untersuchung durch den Augenarzt anzuwenden. Wenn sie für die Therapie erforderlich sind, müssen regelmäßige augenärztliche Kontroll-Untersuchungen durchgeführt werden. "Freiverkäuflich" bedeutet nicht, dass solche Augentropfen und -salben harmlos sind. Sie können den Krankheitszustand verschlimmern oder durch Symptom-Beseitigung verhindern, dass eine ernste Krankheitsursache rechtzeitig erkannt wird. Niemals ein Medikament von einem Angehörigen mitbenutzen, selbst dann nicht, wenn es scheinbar um die gleichen Symptome geht. Das Auge und seine Umgebung sollte nicht mit Kamille behandelt werden. Auch andere Heilkräuter haben oftmals ebenfalls unangenehme Nebenwirkungen. Augentropfen oder -salben nicht über die vorgeschriebene Behandlungsdauer hinaus aufheben oder benutzen. Ohne vorherige augenärztliche Diagnosestellung kann jede Behandlung am Auge Schaden anrichten.

Schielen / Sehschulung

Schielen / Sehschulung

Die visuelle Früherkennung zur Vermeidung von Schwachsichtigkeit ist angesichts einer Rate von 6,5 % schwachsichtiger Menschen wichtiger denn je.
Die häufigsten Ursachen kindlicher Schwachsichtigkeit sind Schielen, ungleiche Augenbrechkraft und stärkere Fehlsichtigkeiten .


Die augenärztliche Untersuchung von Kindern ist erforderlich

sofort: bei Kindern mit Augenbesonderheiten wie Oberlidherabhängen, Trübungen der Hornhaut oder Augenlinse, weißer Pupille, Augenzittern, vergrößertem Augapfel, bei Frühgeborenen
mit 12 Monaten: bei Kindern aus Familien, in denen Schielen oder ungleiche Augenbrechkraft oder stärkere Fehlsichtigkeiten aufgetreten sind und bei allen Frühgeborenen
mit 24 Monaten: bei allen Kindern zur frühzeitigen Entdeckung von Mikro-Schielen, höherer Fehlsichtigkeit und ungleicher Augenbrechkraft
mit 48 Monaten: bei Kindern aus Familien in denen Schielen vorkommt zum Erfassen des Spätschielens



Sehschulung bei Schielkindern dient der Behandlung der Schwachsichtigkeit und der Verbesserung der Augenstellung.
Eine Verordnung einer Brille ist in der Schielbehandlung zumeist nötig.

Bildschirmarbeitsplatz

Bildschirmarbeitsplatz

Auswirkung auf die Augen

Durch die Modernisierung der Technik haben sich in allen Bereichen des Lebens die Anforderungen an unsere Sehschärfe verändert: im Straßenverkehr, im Haushalt und im Berufsleben. Mechanisierung und Automation von Arbeitsprozessen führen dazu, dass der Anteil der Arbeitsplätze mit vorwiegend körperlicher Beanspruchung ständig abnimmt. Proportional dazu wachsen die Anforderungen an die menschliche Fähigkeit zur Aufnahme wie auch zur Verarbeitung von Informationen. Die Augen tragen dabei die Hauptverantwortung, die jedoch zur Belastung wird, wenn wir nicht für ihre Gesundheit, die Erhaltung ihrer Sehschärfe und für die jeweils optimalen Sehbedingungen sorgen. Das gilt auch für die Arbeit am Bildschirm.

Die Zahl der Bildschirmarbeitsplätze hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und wird weiter steigen. Bildschirmarbeit stellt an unser Sehorgan besondere Anforderungen. Gutes, ermüdungsarmes Sehen ist wichtig, damit die mentale Arbeit über den Tag verteilt bei möglichst gleich bleibend guter Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Kreativität erbracht werden kann. Um jedoch eine Überanstrengung der Augen zu vermeiden, müssen am Bildschirm-Arbeitsplatz spezielle Voraussetzungen erfüllt werden. Das gilt sowohl für die Einrichtung als auch für die Nutzung dieses Arbeitsplatzes.

Der Ausschuß "Arbeitsmedizin" der Verwaltungsberufsgenossenschaft, dem auch Augenärzte beratend angehören, hat verschiedene Sicherheitsregeln zur Ergonomie des Bildschirm-Arbeitsplatzes sowie Richtlinien zur Vorsorgeuntersuchung von Beschäftigten an Bildschirm-Arbeitsplätzen ("Grundsatz G 37") erlassen, die die Bildschirmarbeitsverordnung ergänzen.

Durch Einhaltung dieser Regeln wird ein beschwerdefreies Arbeiten am Bildschirm ermöglicht.

Machen Sie Gebrauch von der Möglichkeit, Ihre Augen untersuchen zu lassen, um rechtzeitig Sehfehler zu erkennen und zu behandeln.



Sehhilfen am Bildschirmarbeitsplatz


Gesunde Augen und eine gute Sehschärfe sind die wichtigsten Voraussetzungen, um den Anforderungen der Bildschirmarbeit gewachsen zu sein. Wer am Bildschirm tätig ist, sollte sich grundsätzlich vom Augenarzt untersuchen lassen. Häufig kann eine exakt angepasste Brille die Arbeit wesentlich erleichtern.

Für Betriebe gelten hinsichtlich der Sehschärfe sogar exakt definierte Vorschriften. Im Untersuchungsgrundsatz "G 37 - Bildschirm-Arbeitsplätze" der gewerblichen Berufsgenossenschaften werden folgende Prüfungen des Sehvermögens festgelegt:

  •     Sehschärfe
  •     beidäugiges Sehen
  •     Farbsinn
  •     zentrales Gesichtsfeld


Der Grundsatz "G 37 Bildschirm-Arbeitsplätze" der gewerblichen Berufsgenossenschaften besagt, dass Mitarbeiter ohne weiteres für diese Aufgabe geeignet sind, die auf beiden Augen 0,8 der normalen Sehschärfe erreichen. Als normale Sehschärfe bezeichnet man den Wert 1,0 beiderseits. Häufig liegt die Sehschärfe noch darüber.

Zeigt sich beim sog. Siebtest, dass die vorgeschriebene Sehschärfe nicht erreicht wird, so ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig. In den meisten Fällen kann die Fehlsichtigkeit mit einer entsprechenden Brille korrigiert werden. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht oder keine zufrieden stellenden Verbesserungen zu erreichen sind, muss der Augenarzt entscheiden, ob dem Betreffenden die Arbeit am Bildschirm möglich ist. Eine vom Augenarzt zu begründende absolute Nichteignung kommt jedoch äußerst selten vor.

Der normale Abstand beim Lesen beträgt etwa 30-40 cm. Bei der Bildschirmarbeit muss sich das Auge immer wieder auf unterschiedliche Entfernungen (Tastatur 30cm, Beleg 50cm und Bildschirm 70 cm) im Nahbereich einstellen. Das Sehorgan ist also besonders gefordert. Wenn durch das zunehmende Härterwerden der Augenlinse die Akkommodationsbreite nachlässt, kommt es zum Auftreten von Beschwerden, wie z.B. Sehstörungen, Kopfschmerzen . Etwa ab dem 40. Lebensjahr stellen Menschen ohne entsprechende Korrektur durch eine Brille die Sehschärfe in unterschiedlichen Sehentfernungen am Schreibtisch mit der Sitzhaltung ein.

Dies ist anfangs noch möglich; mit zunehmendem Verlust an Akkommodationsbreite kann die Sehschärfe mit diesem Verfahren aber nicht mehr aufrechterhalten werden.

Die altersbedingte Nahsehschwäche wird als Presbyopie bezeichnet. Wenn keine krankhaften Veränderungen des Auges hinzukommen lässt sie sich mit entsprechenden Brillen immer korrigieren. Da das Auge dazu neigt mangelnde Sehschärfe durch größere Anstrengung seines Sehapparates zu kompensieren, wird vielen Menschen gar nicht bewußt, dass ihre Sehfähigkeit nachlässt. Sie leiden dann "nur" unter den Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen und schnellere Ermüdbarkeit.

Deshalb sind im Grundsatz "G 37, Bildschirm-Arbeitsplätze" für alle Mitarbeiter, die einen Bildschirm benutzen, Nachuntersuchungen im Abstand von fünf Jahren festgelegt. Mit fortschreitendem Lebensalter verkürzen sich die Untersuchungs-Intervalle auf drei Jahre.

Auch die Fähigkeit, räumlich zu sehen, spielt an diesem Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Besteht ein latentes, das heißt ein unterdrücktes und normalerweise nicht sichtbares Schielen (Heterophorie), können bei Anstrengung und Ermüdung Doppelbilder auftreten. Im Extremfall sieht man sogar vorübergehend nur noch mit einem Auge, weil das andere so weit in eine Schielstellung abweicht, dass im Gehirn das von diesem Auge aufgenommene Bild unterdrückt wird. Mit einer seit Kindheit bestehenden Schielstellung verbindet sich sehr häufig eine ausgeprägte Schwachsichtigkeit des schielenden Auges (Amblyopie). Der Betroffene ist funktionell praktisch einäugig. Wenn das andere Auge jedoch über eine gute Sehschärfe verfügt, kann auch dieser Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen Arbeiten am Bildschirm ausführen. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass er sehr viel schneller ermüdet als jemand mit beidseitig intaktem Sehvermögen.

Da die Arbeit am Bildschirm mit ständigem Blickwechsel zwischen Monitor und schriftlicher Vorlage verbunden ist, kommt der Beweglichkeit der Augen besondere Bedeutung zu, das heißt, es darf keine Störung in der Zusammenarbeit der Augenmuskeln vorliegen. In einem solchen Fall können Doppelbilder auftreten.

Farbfehlsichtigkeit schließt die Arbeit an den heute üblichen farbigen Bildschirmen nicht aus. Programme sind auch für Personen mit Farbsinn-Störungen bedienbar, da Farbe in der Regel nicht einziges Erkennungsmerkmal ist. Lediglich für Aufgaben, bei denen Mehrfarbigkeit zur Unterscheidung dient, sollte eine normale Farbtüchtigkeit gegeben sein, da stärkere Störungen in diesem Bereich zur Farbvertauschung und damit zu möglichen Fehlern führen. Im Gegensatz zu Brechungsfehlern des Auges lassen sich Farbsinn-Störungen durch Sehhilfen nicht beheben.

Welche Eigenschaften muß eine Brille für die Bildschirmarbeit haben?


Bevor die Akkommodation (natürliche Naheinstellung) nachlässt, ist die normale Brille auch für die Sehanforderungen am Bildschirm geeignet.

Bei fortgeschrittener Presbyopie kommt man mit einer "Lesebrille" oder mit Zweistärkengläsern, die im unteren Bereich die zum Lesen erforderliche Sehschärfe vermitteln, nicht mehr aus, weil die Distanz vom Auge zum Bildschirm oder zur Textvorlage eine andere als beim Lesen von Schriftstücken ist. Je weniger sich das Auge auf Entfernungsunterschiede einstellen kann, je geringer also die Akkommodationsbreite wird, um so mehr kommt es darauf an, dass die Korrektionswerte der Gläser exakt auf die für die Arbeit am Bildschirm erforderlichen Sehdistanzen abgestimmt sind. Verschiedene Hersteller haben sogar besondere "Bildschirm-Arbeitsplatz-Gläser" entwickelt. Diese Gläser sind speziell auf die besonderen Entfernungen (Verhältnisse) am Bildschirmarbeitsplatz abgestimmt und gewährleisten hohe Sehschärfe am Bildschirm, Tastatur und Vorlage - und darüber hinaus auch in die weitere Arbeitsplatzumgebung.

Da sich die Sehschärfe mit zunehmendem Alter weiter verändert, muss sie regelmäßig vom Augenarzt überprüft und die Brillenkorrektur entsprechend angepasst werden. Es sind jedoch nicht allein die äußeren durch die Sehaufgabe bestimmten Voraussetzungen zu berücksichtigen, sondern auch die individuellen Anforderungen des Brillenträgers.

Stärker getönte Gläser eignen sich für die Arbeit am Bildschirm nicht, da sie die Leuchtdichteverhältnisse ungünstig verändern. Eine Entspiegelung ist dagegen zu empfehlen, weil sie die möglicherweise auf dem Brillenglas auftretenden Reflexe herabmindert.

Probleme am Bildschirm-Arbeitsplatz sind direkt oder indirekt häufig Sehprobleme. Ihnen bleiben sie erspart, wenn Sie rechtzeitig und regelmäßig einen Augenarzt aufsuchen.